
E-Tutor*innen-Qualifizierungsprogramm 25
Die Entwicklung und Implementierung eines E-Tutor*innen-Qualifizierungsprogramms ermöglicht für Studierende und Lehrende gleichermaßen eine große Multiplikator-Wirkung. Tutor*innen wirken bisher als Peers vor allem in Richtung der Studierenden. Als spezialisierte E-Tutor*innen können sie zur strukturierten Einführung und Begleitung von Studierenden in digital unterstützten Lehr-Lern-Settings beitragen. Sie können aber auch die Lehrenden bei der technischen und didaktischen Umsetzung digitalisierter Hochschullehre unterstützen. Zwischen beiden Gruppen können sie didaktisch fruchtbar vermitteln. Durch die Vergabe von ECTSP und eines Zertifikats kann die Qualifikation in das Studium eingebettet und später im Beruf genutzt werden. Als Bildungswissenschaftliche Hochschule verfügt die PH Ludwigsburg über wichtige Kompetenzen und Erfahrungen in den Bereichen Erwachsenenbildung/Weiterbildung, E-Learning, Medienpädagogik und Sonderpädagogik. Das zu entwickelnde Qualifizierungsprogramm wird auch inklusive Aspekte wie die Barrierefreiheit berücksichtigen. Über das Online-Repositorium ZOERR werden alle Programm-Materialien, vom Gesamt-Curriculum bis zu konkreten Lernsettings, anderen Hochschulen zur Verfügung gestellt.
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Selbstregulation und Lernstrategien
Das Projekt hilft, zwei Lücken zu schließen. (1) Studierende starten in vielen Fällen mit unzureichenden Kenntnissen und Fertigkeiten hinsichtlich Selbstregulation und Lernstrategien ins Studium und setzen Ihnen bekannte Techniken nicht hinreichend um. (2) Psychologie-Studierende erwerben zwar derzeit Wissen zu Motivations- und Lernpsychologie und diskutieren Anwendungsperspektiven. Die Auswertung von Evaluationen, Übungs- und Klausuraufgaben zeigt aber, dass die bisherige Lehre in Lern- und Motivationspsychologie nur unzureichend die stringente Planung und Umsetzung entsprechender psychologischer Interventionen vermittelt. Untersuchungen legen nahe, dass die Förderung geeigneter Strategien durch einen Ansatz erreicht werden kann, der die folgenden Elemente kombiniert: (1) Bereitstellung von Wissen über wirksame Strategien, (2) Stärkung des Glaubens, dass sich die Anstrengung lohnt, (3) Verpflichtung, die Strategien vor Mitstudierenden, (4) Formulierung spezifischer Wenn-Dann-Absichten in der Planungsphase und (5) Bewertung des Erfolgs, um die nächsten Schritte zu planen (z. B. Latham & Brown, 2006; Müller et al., 2016). In Zusammenarbeit mit den Studierenden wird ein digitales Programm zur Selbstregulation und Lernstrategien entwickelt, dass Studierende der Übung Motivations- und Lernpsychologie den Erstsemester-Studierenden anbieten.
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