
E-Tutor*innen-Qualifizierungsprogramm 80
Das Projekt Digitale Selbstlernzeiten im Medizinstudium (DiSeMed) wird dieses mit Freiraum ausstatten. Im Rahmen der ÄApprO-Änderungen wird freies und eigenständiges Lernen von Studierenden einen wesentlichen Schwerpunkt in der Ausbildung übernehmen. Hierfür bietet sich insbesondere das zur Verfügungsstellen von digitalen Lehr- und Lernmaterialien an. Das Abholen der Studierenden in ihren unterschiedlichen Lerntypen stellt einen innovativen aber dennoch wesentlichen Aspekt guter Lehre dar. Momentan erfolgt die Bereitstellung von Lernmaterialen orientiert am Lehrstil des Lehrenden und dessen Affinität im Umgang mit digitalen Medien. Lernpräferenzen der Studierenden finden bisher kaum Einfluss. Ziel ist die Strukturierung von Lernprozessen, sodass Studierende effektiv ihr Selbststudium absolvieren können und diese zu analysieren. Die Vielfalt der Lernarchitektur und der digitalen Angebote kann u.a. in Learning Analytics, Serious Games, Virtual Reality und e-Portfolios abgebildet werden. Einen ersten Grundstein konnten wir mit VIPER Magdeburger Lehrplattform für digitale Lehrformate und der Implementierung eines PJ-e-Portfolios legen. Dort können erste Formate erprobt und analysiert werden. Zukünftig soll ein angeleitetes Eigenstudium angeboten werden, VIPER ist ein Kernbaustein dafür. Das Konzept DiSeMed setzt hier an und erweitert die Analyse auf die Lernerfolgsquote der digitalen Elemente unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lernbedürfnisse von Studierenden.
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Co-produktive Lehrfoschung Arbeit und Flucht
Das Projekt zielt darauf ab, einen innovativen Ansatz für partizipative und co-produktive Lehrforschung im Kontext des Bachelor-Studiengangs Nachhaltige Sozialpolitik zu erarbeiten. Partizipation und Einbezug nicht-akademischen Wissens in den Lehrkanon entspricht Prinzipien der Transferorientierung zwischen Forschung und Praxis und des Service Learning, die im Lehrbetrieb bislang nicht hinreichend berücksichtigt werden. Ziel ist es, Studierende durch Praxiserfahrung auf ihre berufliche Tätigkeit im Kontext der Sozialpolitik in einer sich transformierenden Gesellschaft vorzubereiten. Inhaltlich soll im Themenfeld Arbeit und Flucht gemeinsam mit geflüchteten Frauen und kommunalen Praxipartner:innen der Zugang zum Arbeitsmarkt analysiert und Best-Practice Beispiele zu Bildungs- und Beratungsangebote von Jobcentern und Sammelunterkünften untersucht werden. Für geflüchtete Frauen ist die Integration in den Arbeitsmarkt ein Konfliktpotential, das es durch Empowerment-Räume wie Bildungs- und Beratungsangebote zu minimieren gilt (Menke/Ullmann 2024). Wichtig ist uns dabei, Forschung mit Geflüchteten zu machen und nicht über sie (Dilger et al. 2017: 126; Krause 2016: 1f.) wodurch die Notwendigkeit der Forschung aus forschungsethischer Perspektive begründet werden kann. Mittels innovativer empirischer Methoden (z.B. PhotoVoice) werden die Blickwinkel geflüchteter Frauen partizipativ eingebunden. Kooperationen mit dem Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung e.V. werden angestrebt.
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