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Postdigital Interpretation

Obwohl wir uns im postdigitalen Zeitalter befinden, in dem Digitalität unseren Alltag durchdrungen hat, sind für viele Musiker*innen im Bereich klassischer Konzerte cross-mediale Gestaltungsmittel in Kompositionen oder bei der Inszenierung von Konzerten noch ungewohnt, während aktuelle Komponist*innen bereits ganz selbstverständlich digitale Medien einsetzen. Bei der Vorbereitung und Durchführung von Proben und Konzerten kommen dadurch problematische Situationen auf, die durch sensible Vermittlung im Proben-Verlauf vermieden werden können. Künstlerische, proben- und aufführungsspezifische Herausforderungen im Umgang mit musikalischer Transdigitalität und Immersive Audio sollen im Projekt PODI für die Lehre analysiert und erörtert werden. Darauf basierend soll über den Zeitraum von 4 Semestern ein Leitfaden erarbeitet und dokumentiert werden, der Studierende und Lehrende, aber auch kulturelle Institutionen auf eine optimale Probenarbeit in diesem Kontext vorbereitet. Dadurch trägt PODI wesentlich und nachhaltig zur Professionalisierung Studierender aus den angesprochenen Bereichen bei. Über begleitende Vorträge von und Interviews mit spezialisierten Musiker*innen, Komponist*innen und Techniker*innen sowie über die Beobachtung aller Segmente der Vorbereitung von Konzert-Events mit verschiedenen cross-medialen Schwerpunkten werden die notwendigen Inhalte gewonnen und medial aufbereitet für die weitere Nutzung nach dem Abschluss des Projekts.

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Eine Folge der schnellen, technischen Entwicklung ist es, dass sich insbesondere technische Studiengänge immer stärker spezialisieren. Gleichzeitig wächst der Bedarf an interdisziplinären Kompetenzen der Absolventen:innen, um die globalen Zukunftsherausforderungen wie Klima, Hunger, Schutz von Tieren und Umwelt etc. bewältigen zu können. Hochschulen fehlt es aber meist an entsprechend flexiblen curricularen Strukturen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Eine Antwort auf diese Problemstellung bietet das Entwicklungsprojekt mit der Konzeption, Implementierung und des Transfers eines hochschulübergreifenden, offenen und digital zugänglichen T-Shape-Modells am Beispiel der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele. Das T-Shape Modell ermöglicht eine interdisziplinäre Ergänzung (Querstrich des „T“) zu einem disziplinären Studiengang (Sockel des „T“). Eine weitere Besonderheit des Projekts liegt in der Offenheit des Vorhabens: alle angebotenen Bildungsinhalte sind frei zugänglich und offen lizenziert. Jede Hochschule kann bei der Erstellung der Inhalte mitwirken, jede Hochschule kann die Bildungsinhalte nutzen, jede und jeder kann die Bildungsangebote für die persönliche Weiterentwicklung und -qualifizierung verwenden!

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