
Hybridlehre Computational Social Science
Ziel ist eine hybride Lehr-Lern-Umgebung für Studierende und Lehrende der Sozialwissenschaften zur nachhaltigen Etablierung moderner Methodenkenntnisse. Die Sozialwissenschaften sehen sich aufgrund eines paradigmatischen Wandels, wonach ihre Untersuchungsgegenstände besonders stark von der Digitalisierung betroffen sind, gezwungen, ihr Methodenrepertoire um informatisch geprägte Verfahren zu erweitern (Computational Social Science). Dieser Wandel schlägt sich besonders in der Lehre nieder, nicht zuletzt, weil sich viele Studierende sowie Vertreter:innen aus Mittelbau und Professorium mit diesem Umstieg schwer tun. Um dem zu begegnen, soll eine nachhaltige Hybridlösung entstehen, die didaktische Konzepte des Selbstlernens, des begleiteten Unterrichts und studentischer Lehre kombiniert. Geplant ist (1) eine studentisch gewartete Online-Plattform mit Lehr- und Lernmaterialien, (2) umfangreiche Angebote der Inhaltsvermittlung durch Studierende und Lehrende sowie (3) die Einrichtung und Institutionalisierung einer niederschwelligen Helpdesk-Stelle. So soll unterschiedlichen Vorkenntnissen, Ressourcen und Lerntempi Rechnung getragen werden.
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AKTIV die Folgen des Ruhrbergbaus aufarbeiten
Die Geschichte des Ruhrgebiets ist eng mit seiner industriellen Vergangenheit verknüpft. Der Strukturwandel seit den 1970ern veränderte die Region, die maßgeblich von dem Steinkohlenbergbau und der Stahlproduktion geprägt war und ist. Viele Orte, deren Geschichte mit der Montanindustrie verflochten ist, werden mittlerweile in gänzlich anderem Kontext (weiter-)genutzt und während Kohle und Stahl bis heute Fixpunkte in der kollektiven Erinnerung des Ruhrgebiets bilden, werden die Umweltfolgen des Ruhrbergbaus oft ausgeblendet.Hier setzt das explorative Konzept von AKTIV an. In Lehrveranstaltungen legen die Studierenden Zeitschichten von montanindustriellen Orten offen und machen diese und die jeweiligen Umweltfolgen sichtbar, indem sie einen Ort ehemaliger industrieller Produktion auswählen und dessen Geschichte erforschen. Durch die hohe Diversität der Bochumer Studierendenschaft fügen sich viele individuelle Perspektiven auf diese Orte zu einem multiperspektivischen Bild zusammen. Die Forschungsergebnisse machen sie multimedial (z.B. über Podcast und Website) zugänglich. Hierdurch wird (A)kademisches Wissen zugänglich gemacht, (K)ommunikation durch Public History integriert, (T)alente der Studierenden gefördert, (I)nterdisziplinarität gestärkt und (v)ielseitige Lernansätze entwickelt.So entsteht durch Forschendes Lernen ein neuer Zugang zur Geschichte der Region AKTIV in doppelter Hinsicht: durch aktive Recherche der Studierenden und die Vermittlung von AKTIV-Kompetenzen.
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