
FutureScape Conference
Die FutureScape Conference an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) ist eine innovative Lehrveranstaltung, in der Studierende aller Fachrichtungen eine Konferenz aktiv gestalten und organisieren. Das Modul ist integriert in die öffentliche Ringvorlesung "Verantwortung Zukunft", die regelmäßig Zukunftsthemen aus dem Kontext der Sustainable Development Goals (SGDs) aufgreift. Es orientiert sich an den Prinzipien des Challenge based Learnings, bei dem wissenschaftliche Fragestellungen und Methoden anhand komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen erarbeitet und praxisorientierte Kompetenzen gefördert werden. Die Studierenden setzen sich aktiv mit Megatrends wie Nachhaltigkeit und den notwendigen Transformationsprozessen auseinander. Sie sind eingeladen, u.a. ein SDG auszuwählen, es zu ihrer persönlichen Herausforderung zu machen, praxisnah zu erforschen und ihre Ergebnisse zu präsentieren. Die gesamte Konferenz, von der Themenwahl bis zur Präsentation, wird von den Studierenden selbst gesteuert. Unterstützt werden die Studierenden dabei einerseits durch thematischen Input von Lehrenden und andererseits im MakerSpace bei der konkreten Umsetzung ihrer Prototypen oder Mock-Ups. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Entwicklung anwendungsorientierter Nachhaltigkeitskompetenzen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Befähigung der Studierenden, als Change Agents zur Großen Transformation hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beizutragen.
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Künstlerische Forschung im urbanen Raum Zeit Raum Archiv
Mit filmischen Mitteln und künstlerischen Interventionen soll die Wirkmächtigkeit von Orten erforscht werden. Auf Exkursionen in Berlin und ausserhalb sollen Räume und Orte gesucht werden, die von aktiven Merkwürdigkeiten geprägt sind bzw. die vital ihr Umfeld prägen. Dabei sollen sich die Studierenden auf unkonnotierte, ihnen unbekannte räumliche Situationen und Orte einlassen und ein Wissen aus dem Prozess des eigenen/kollektiven Exponiert-Seins und der praktischen Beobachtung generieren. Als theoretisches Fundament werden Methoden der Raumtheorie und des Neuen Materialismus zum Verständnis von künstlerischer Bestandsaufnahme vermittelt. Zum einen kann so die Gesamtheit der Sinneseindrücke vor Ort eingefangen werden, zum anderen können Resonanzen und Korrespondenzen einer Vielzahl von nicht-menschlichen Aktanten spürbar werden. Im Sinne des Neuen Materialismus wird Material als aktiv und eigensinnig verstanden, Raum und sozialer Raum werden als eigenständige Protagonisten und Akteure begriffen. Die Studierenden werden dafür sensibilisiert und ermächtigt, mit mediopassiven Handlungsformaten Raum zu erschließen und komplexe Korrespondenzen zwischen Material, Raum und sozialem Raum zu begreifen. Wir verstehen den Film nicht als Mittel zum Zweck, sondern als künstlerische Kraft. Es findet ein Empowerment der Studierenden statt, die durch ihre praktische Beobachtung Wissen generieren, mit dem andere Studierende weiterarbeiten können.
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