
Digitalisierung Didaktisch Denken
Das Projekt Digitalisierung Didaktisch Denken D3 verbindet die Entwicklung komplexer digitaler Lehr-Lerninhalte mit zentralen Unterstützungsstrukturen digitaler Lehre an der Hochschule Esslingen. Zentralidee des Projektes ist es, die zu fördernde Digitalisierung der Lehre konsequent in eine didaktisch fundierte Lehrveranstaltungsentwicklung einzulagern und in den Kontext der Qualität der Lehre zu stellen. Dabei werden in zwei Handlungsfeldern die individuelle und selbstgesteuerte Wissensaneignung in den Grundlagenfächern sowie komplexe Problemlösefähigkeiten und forschendes Lernen in den anwendungsbezogenen Fächern der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge gefördert. Hierzu werden ausgewählte Module didaktisch erneuert und um digitale Lehr-Lernelemente angereichert. Die Entwicklung wird ausgesteuert durch einen definierten Begleitprozess, didaktische sowie medientechnische Unterstützung und durch eine Begleitforschung, die auf der Basis der empirischen Bildungsforschung die Wirksamkeit der Maßnahmen untersucht und deren Ergebnisse in das laufende Projekt einspeist.
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Ich helfe dir beim Helfen. Multiperspektivisches videobasiertes Feedback zu adaptiven Hilfestellungen während der Aufgabenbearbeitung
Qualitätsvoller Unterricht zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Lehrkräfte ihren Schüler:innen während der Aufgabenbearbeitung adäquates Feedback sowie Hilfestellungen geben, um individuell herausfordernde Arbeitsschritte zu begleiten. Diese Kompetenzen sollen bereits bei Lehramtsstudierenden durch das im Projekt Help² geplanten Lehrkonzept ausgebaut werden. Im Projekt lernen Studierende des Grundschullehramts, wie sie den Schüler:innen bei der Aufgabenbearbeitung helfen und ihnen gleichzeitig genügend Raum für kognitive Selbstständigkeit geben. Das Lehrkonzept sieht vor, dass die Studierenden im Sinne des Microteachings einzelne Schüler:innen in anspruchsvollen Lernsettings unterstützen. Die Studierenden-Schüler:innen-Interaktionen werden videografiert und die Aufgabenbearbeitung durch Screencasts an Tablets aufgezeichnet, um anschließend ein videobasiertes Feedback an die Studierenden zu generieren. Das multiperspektivische Feedback erteilen sowohl die Dozent:innen als auch die studentische Peer-Group in Form von Videokommentaren. Auch die Schüler:innen der jeweiligen Lerngruppe geben in einem Kurzinterview Rückmeldung zu den studentischen Hilfestellungen. Neben der Evaluation des Lehrangebots werden Effekte unterschiedlichen Feedbacks auf die Qualität der adaptiven Lernunterstützung der Studierenden untersucht. Für einen nachhaltigen Einsatz videobasierten Feedbacks werden hierzu Workshops für Dozierende angeboten.
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