
Co-Innovation mit Studierenden
An der Dualen Hochschule BW Karlsruhe gibt es das Lernmodul smile (Studierende als Multiplikatoren für innovative und digitale Lehre), in dem Studierende ausgebildet werden, Lehrende bei Lehrinnovationen zu unterstützen und diese in Projekten auch tatsächlich kooperativ umsetzen. Es zeigt sich allerdings, dass bei der Durchführung der so erneuerten Lehrveranstaltungen weiterhin Unterstützungsbedarf für die Lehrenden, etwa bei der Anwendung digitaler Tools, notwendig ist. Studierende aus smile stehen dann aber nicht mehr zur Verfügung. Die Idee des zu beantragenden Projektes ist, die Studierenden der neu gestalteten Lehrveranstaltung selbst gezielt in die Lehrinnovation mit einzubeziehen. Das beginnt mit der expliziten Information über den Innovationsgehalt und baut weiter auf das formative und summative Feedback der Studierenden. Auch deren digitale Kompetenz kann bei der Nutzung entsprechender Tools zum Einsatz kommen. Nach der Lehrveranstaltung sollen in einem gemeinsamen Workshop die Lessons Learned erarbeitet und kreative Lösungen für die Weiterentwicklung der Lehrveranstaltungen gemeinsam mit den Studierenden gesucht werden. Das Konzept dieser Co-Innovation ist im Projekt auszuarbeiten, methodisch zu unterlegen und in Pilotprojekten zu erproben. Nach Evaluation und Überarbeitung kann es dann in beliebigen Lehrveranstaltungen verwendet werden, um Innovationen explizit aus studentischer Sicht zu begleiten und anzustoßen.
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Portfolioprofis: Portfolioprüfungen als Initialzündung einer veränderten Lern- und Lehrkultur
Das Projekt Portfolioprofis: Portfolioprüfungen als Initialzündung einer veränderten Lern- und Lehrkultur entwickelt, erprobt und evaluiert didaktische Konzepte, die es erlauben, große Studierendengruppen ( > 100 Studierende) im Rahmen von benoteten semesterbegleitenden Portfolioprüfungen zu prüfen. Dabei ist ein Hauptanliegen des Projektes, dass diese Prüfungen den Paradigmen der kompetenzorientierten und studierendenzentrierten Lehre folgen und selbstgesteuerte Lernprozesse unterstützen können. Entwickelt und erprobt werden die Konzepte im Bachelorstudiengang Psychologie an der TU Dresden, der auf Basis der Anforderungen des neuen Psychotherapiegesetzes zum Wintersemester 2021/22 umgestellt wurde. Nunmehr ist in der Mehrzahl der im Studiengang zu absolvierenden Module die Portfolioprüfung die alleinige Prüfungsform, sodass 15 Module mit einem benoteten Portfolio im Umfang zwischen 30 und 60 Stunden abschließen. Durch die im Projekt angestrebten Veränderungen der Lehr-/Lernpraxis kann sich die Lern- und Lehrkultur an der Fakultät Psychologie weiterentwickeln. Dabei vollziehen die Lehrenden einen schrittweisen Rollenwechsel hin zum Lernbegleiter. Die Studierenden werden partizipativ einbezogen und bzgl. ihrer Selbstlernkompetenz geschult. Außerdem kann das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Fachdiskussion leisten, indem es Möglichkeiten des didaktisch reflektierten Einsatzes von benoteten Portfolioprüfungen in großen Studierendengruppen aufzeigt.
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