
Serious Games als Lerndiagnostik
Serious Games bieten in der Ausbildung signifikante Mehrwerte gegenüber konventionellen Ansätzen, vor allem im Hinblick auf kognitive und emotionale Effekte. Diagnostik ist ein Ausbildungsinhalt, welcher in zahlreichen Studiengängen relevant ist, z. B. Pädagogik, Psychologie, Medizin und Sportwissenschaft. Universitäre Ausbildung zur Diagnostik beinhaltet sehr stark die Vermittlung von Wissen. Eine Vielzahl von Themen muss behandelt werden u.a.: Grundlagen und Konzepte Qualitätssicherung und Gütekriterien Verfahren: Testen, Befragen, Beobachten, Messen, weitere Methoden Prozess-Struktur Anwendung: Gebiete und ihre Besonderheiten Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren Lehrbücher (z. B. Amelang & Schmidt-Atzert, 2018; Jürgens & Lissmann, 2015; Bös, 2017) arbeiten zwar teilweise mit anschaulichen Beispielen, erlauben aber kein interaktives Lernen und nur eine eingeschränkte Form des aktiven Lernens. Transfer und die selbstständige Lösung von diagnostischen Aufgaben finden in reduzierter Form statt. Hier setzt das geplante Projekt an. Im Rahmen eines interaktiven Spielkonzepts soll es den Studierenden ermöglicht werden, eine Vielzahl von diagnostischen Anwendungsfällen selbst zu erkunden und dabei differenziertes Feedback zu erhalten. Die Studierenden werden im Rahmen der Lehrveranstaltungen in die Spielentwicklung einbezogen (player-centered design).
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Die Lehrzelle
Das Ziel dieses Projektes ist es, die Kosten und den Ressourcenverbrauch für Laborpraktika in den Lebenswissenschaften nachhaltig zu senken und den Lernerfolg für Studierende zu erhöhen. Gleichzeitig soll die Nutzung von tierischen Materialien im Praktikum reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir eine offene Lehrressource für biochemische und molekularbiologische Praktika herstellen und erst lokal, dann deutschlandweit, dann weltweit zugänglich machen. Diese Lehrressource besteht aus zwei zusammengehörigen Komponenten. Erstens aus der Lehrzelle einer Zelllinie, die mittels Genomeditierung so verändert wurde, dass sie die Durchführung von Standardversuchen eines biochemischen und molekularbiologischen Praktikums wesentlich erleichtert. Zweitens wird eine interaktive Webseite für Studierende und Lehrende erstellt, auf der Inhalte zur Verfügung gestellt werden und mit Studierenden und Lehrenden interagiert werden kann. Diese Webseite erläutert die technischen und biochemischen Hintergründe der Versuche, streamt Videos der Durchführung der Versuche und stellt Onlinetests zur Verfügung. Weiterhin dient sie zum Vertrieb der Reagenzien zur Lehrzelle. Im Zusammenhang werde der Praktikumsablauf vereinfacht und der Lernerfolg erhöht.
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