
Digitales Planspielkolloquium
Planspiele bieten in der universitären Lehre die Möglichkeit, komplexe Themen, Systeme sowie Prozesse erfahrbar und einer theoriebasierten Reflexion zugänglich zu machen. Die Auswahl und Entwicklung geeigneter Designs für die anvisierten Lernziele sowie der Einsatz stellen Lehrende jedoch vor didaktische und organisatorische Herausforderungen, weshalb das Innovationspotenzial der Planspielmethode besonders im Bereich der Lehrkräftebildung noch nicht ausgeschöpft wird. Das interdisziplinäre Verbundprojekt DiPlan - Digitales Planspielkolloquium an der TU Darmstadt und der Goethe Universität Frankfurt a.M. zielt unter Einbezug sowohl fachdidaktischer als auch bildungswissenschaftlicher Perspektiven auf eine bundesweite Vernetzungs- und Unterstützungsstruktur, um die hochschulübergreifende Entwicklung von Planspielen in der Lehrkräftebildung zu initiieren und für deren Durchführung und Evaluation zu professionalisieren. Dabei sollen stets auch Studierende einbezogen und bestenfalls Co-Teaching-Modelle angestoßen werden. Somit können im Sinne eines pädagogischen Doppeldeckers angehende Lehrkräfte bereits eine Methode kennenlernen, die sie später im Unterricht anwenden können. Die entwickelten Materialien werden auf einer digitalen Plattform zur Verfügung gestellt, die dem Austausch und der Nachhaltigkeit dient. Die Vernetzung wird über ein digitales Kolloqiumsformat realisiert.
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Projektgegenstand ist die Konzeption eines Seminars für Lehramtsstudierende, in dem sie in Teams je ein Computersspiel für den Politikunterricht entwickeln und programmieren. Auf innovative Weise soll der Erwerb von IT-Fähigkeiten durch Digital Making mit Unterrichtsplanung nach politikdidaktischen Prinzipien verbunden werden. Das Prinzip der Fallanalyse könnte bspw. als Gameplot dienen, um politische Sachverhalte multiperspektivisch zugänglich zu machen. Ziel ist, dass die Spielenden ein politisches Urteil fällen und dessen Verallgemeinerbarkeit prüfen. Die Studierenden schulen bei der Konzeptionierung die Fähigkeiten der wissenschaftlichen Analyse und profilieren diese im Prozess der Programmierung (Codierung der Inhalte). Die Internetcommunity bietet Musterlösungen an, die durch logisches Denken auf das konkrete Setting übertagen werden. So wird Verständnis für den Produktionsprozess und das digitale Lernen (Nutzen-, Grenzen-, und Risikoanalyse) entwickelt. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass projektorientierte Settings die intrinsische Motivation der Studierenden steigern und ihre Expertise und Kreativität bei der fachlichen Konzeption, Programmierung und Erprobung des Spiels fordern. Die Seminarkonzeption soll evidenzbasiert erfolgen (formative und summative Evaluation im Rahmen einer Begleitforschung). Von Nutzen ist dafür die Infrastruktur des Makerspaces am Campus der PH Ludwigsburg, Kooperationsmöglichkeiten mit ExpertInnen digitalen Lernens anderer Fächer bestehen.
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