
Gute Wissenschaftspraxis in der empirischen Lehre
Ziel von GUWIEL ist es, Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis stärker in die Ausbildung des akademischen Nachwuchses zu implementieren. Dies soll problematischen Praktiken bzw. wissenschaftlichem Fehlverhalten entgegenwirken, die zu bedenklichen Retraction-Raten von wissenschaftlichen Publikationen beitragen. Hierfür wird das Modul Empirisches Praktikum im Bachelorstudium Psychologie mit zwei Schwerpunkten refomiert: 1) Open Science Standards werden vermittelt, die auf eine transparente und verlässliche Wissenschaftspraxis abzielen. 2) Zudem werden repräsentative anstelle selektiver Daten ausgewertet und damit rückt die Generalisierbarkeit von Befunden stärker in den Fokus (Reaktion auf die Generalisierbarkeitskrise), was sich über die Nutzung von frei verfügbaren Panel-Daten effizient realisieren lässt. Es werden Personalmittel beantragt, um die Lehrveranstaltung in enger Abstimmung mit Studierenden, Dozierenden und Open Science ExpertInnen zu konzipieren, zu verschriftlichen und durchzuführen. Der Erfolg der Neukonzeption wird mittels prä/post-Studie evaluiert, wofür Sachmittel beantragt werden. Das erarbeitete Modul kann nach der Projektlaufzeit kostenneutral an jedem Psychologie-Standort weltweit umgesetzt werden. Die erarbeiteten Lehrmaterialen werden unter CC0-Lizenz frei zur Verfügung gestellt. Das GUWIEL-Projekt hat eine hohe Strahlkraft, da zentrale Elemente für alle Fachdisziplinen relevant sind, die empirisch arbeiten.
Auf Einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Immersive Lernwelt für Achtsamkeitsangebote
In den letzten Jahren haben stressbedingte und psychische Belastungen Studierender u.a. durch die Digitalisierung, COVID-19 und Hochschulreformen rapide zugenommen. Um dem entgegenzuwirken, bieten einige Hochschulen (HS) erfolgreich Achtsamkeitsangebote (AsA) an. Sie werden jedoch der steigenden Nachfrage nicht gerecht, denn die Angebote sind aufgrund fehlender finanzieller, personeller und technischer Ressourcen rar, meist orts- und zeitabhängig sowie auf wenige Teilnehmende begrenzt. Innovative und bedarfsgerechte Lernangebote sind notwendig, die langfristig und ressourcenschonend genutzt werden können.Das Projekt Im8sam verfolgt einen innovativen und nachhaltigen Ansatz zum Thema Achtsamkeit im HS-Kontext. Zur Stärkung der psychischen Gesundheit Studierender und für deren Selbst- und Stressmanagement im Studium sowie späteren beruflichen Alltag soll gemeinsam mit Studierenden und ExpertInnen eine immersive Lernwelt für AsA konzipiert und erstellt sowie in einem Lehrmodul erprobt werden. In der Lernwelt können Studierende allein oder gemeinsam mit KommilitonInnen in realistisch oder utopisch gestaltete virtuelle 3D-Achtsamkeitswelten eintauchen und sich verschiedene AsA mit unterschiedlichen Anleitungsimpulsen für die Anwendung im (Studien-)Alltag aneignen. Die Lerninhalte und Übungen können ressourcenschonend, zeit- und ortsunabhängig, mit oder ohne Virtual Reality Brille genutzt werden. Dieser Ansatz ist im deutschsprachigen Raum bisher einzigartig.
Projekt anzeigen
