
Unterstützung individueller Lernprozesse und -verläufe durch die lehreinheitenübergreifende Förderung von Handlungskompetenzen in einer Mixed-Reality-Lernumgebung
Das Projektvorhaben zielt auf die iterative Entwicklung, Umsetzung und Evaluation einer lehreinheitenübergreifenden und praktischen Anwendungsaufgabe in einer Mixed-Reality-Lernumgebung ab. Im Rahmen von zwei Lehrveranstaltungen im Bereich der Arbeitswissenschaft soll die Vision umgesetzt und erprobt werden, Studierende ein vollständiges Arbeitssystem für die Fertigung eines Produkts als zentralen Lerngegenstand gestalten zu lassen. In Abhängigkeit von Erfahrung und Wissen der Studierenden im Bereich Arbeitswissenschaft werden mehrere Teams gebildet und unterschiedlich komplexe Gestaltungsaufgaben zugeordnet. Dadurch sollen individuelle Lernprozesse und -verläufe von Studierenden in den Mittelpunkt gestellt werden. Der Einsatz von Mixed-Reality ermöglicht Studierenden zudem, die Arbeitssystemgestaltung in der Immersion einer vollständigen Handlungsausführung (in den Schritten Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren und Bewerten) lehreinheitsübergreifend zu erlernen. Hierbei können u.a. Fertigkeiten exploriert und gefestigt, Schlüsse aus praktisch erlebten Fehlern (ohne die sonst folgenden negativen Auswirkungen) gezogen und damit der eigene Lernerfolg nachhaltig verbessert werden. Durch das Projektvorhaben soll dem Risiko von Über- als auch Unterforderung und folgebedingter Motivationsverluste bei Studierenden entgegengewirkt werden.
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Dein Weg: Lernhindernisse überwinden
Im Bereich der Technikwissenschaften gibt es verschiedene Lernhindernisse für Studierende, die dem Studienerfolg entgegenstehen. Dieser Antrag zielt darauf ab, eine neue Lehrarchitektur zu schaffen, die diese Hindernisse konsequent identifiziert und abbaut: (1) Das Studium gilt vor allem wegen der Grundlagen als schwierig. Oft hadern Studierende genau wegen dieser Veranstaltungen mit ihrem Studium oder brechen es sogar ab. Daher werden die Inhalte der Grundlagenfächer konsequent mit denen der Kernfächer verwoben, so dass Studierende das Grundlagenwissen unmittelbar in den fachlichen Anwendungskontext bringen können. (2) Diese Abkehr von der disziplinorientierten Tradition wird flankiert von einer durchgehenden Verankerung von Projektmodulen über den gesamten Studienverlauf, damit die Studierenden von Beginn an disziplinübergreifend arbeiten und relevante Zukunftskompetenzen erwerben. (3) Hierzu ist es notwendig, die zeitliche Struktur von Lehrveranstaltungen besser an den Lernbedarfen der Studierenden auszurichten und Alternativen zu den historisch gewachsenen Strukturen mit hoher Fragmentierung und wöchentlichen Stundenplänen umzusetzen. (4) Im Bereich der Leistungsüberprüfung werden integrierende Formate und Aufgabenstellungen neu konzipiert, in denen Studierende vom ersten Semester an Wissenstransfer erleben und erproben. Bei allen Handlungssträngen wirken Studierende gestaltend mit, um deren Erfahrungen unmittelbar auf die neuen Curricula zurückzukoppeln.
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