
Lernendenzentriertes Physikpraktikum an der Hochschule Merseburg
Im Projekt PhysLab@HoMe wird das Physikpraktikum an der Hochschule Merseburg unter zwei Gesichtspunkten umgestaltet: Die inhaltlichen und kompetenzorientierten Lernziele des Praktikums sollen besser erreicht werden und dabei die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Studierenden größere Beachtung finden. Studierende werden sich weitestgehend eigenständig in Kleingruppen durch die Inhalte und Experimente des physikalischen Grundpraktikums durcharbeiten. Sie werden die Versuche mit Hilfe geeigneter Materialien vorbereiten, durchführen, auswerten und diskutieren. Die Rolle der Lehrenden wird sich von Erklärenden und Prüfenden zu einer Art Coaches ändern, welche individuell auf die Gruppen eingehen und den maximalen Lernerfolg sichern. Schwerpunkte und Aufgaben der Lehrenden variieren je nach Schwierigkeiten und bisherigen Lernerfolgen einer Gruppe. Studierende werden im Praktikum den für sie selbst bestmöglichen Lernerfolg erreichen, unabhängig von ihrem persönlichen Hintergrund und ihrem Vorwissen. Sie werden dabei experimentelle, wissenschaftliche und persönliche Kernkompetenzen entwickeln. Dazu gehören u.a. thematische Inhalte, die Diskussion von Ergebnissen und ihrer Zuverlässigkeit sowie die Reflexion des eigenen Experimentierens (positive Fehlerkultur). Das Projekt reiht sich ein in die Umgestaltung der Physiklehre an der Hochschule Merseburg von traditionellen Lehrformen zu studierendenzentrierter und aktivierender Lehre.
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Interaktive und partizipative Lehrformate für internationale Studierende beim Übertritt in den deutschen Hochschulraum
In diesem Projekt sollen neue didaktische Ansätze für die Durchführung von Lehrveranstaltungen in internationalen Studiengängen im Fach Mathematik erarbeitet und erprobt werden. Dazu sollen eine Reihe von grundlegenden Veranstaltungen derart in digitaler Form aufbereitet werden, dass diese von den potentiellen Bewerbern für internationale Studiengänge bereits vor und wärend ihrer Bewerbung in ihrem Heimatland absolviert werden können. Darüber hinaus sollen klassische Lehrveranstaltungen ersetzt werden durch digital unterstütze partizipative Formate, in welchen individueller auf die spezifischen Vorkenntnisse und Lernerwartungen der internationalen Studierenden eingegangen werden kann. Durch diesen Ansatz sollen die häufig divergierenden Erwartungen der Studierenden und der Dozent:innen besser aufeinander abgestimmt und viele Probleme, welche der Wechsel in das deutsche Hochschulsystem typischerweise mit sich bringt, vermieden werden. Nach Ablauf des Projektes werden die derart umgestalteten Veranstaltungen regelmäßig in der neuen Form stattfinden, um damit internationalen Studierenden einen fließenden Übergang in einen Masterstudiengang an einer deutschen Universität zu ermöglichen. Das Projekt versteht sich als Inkubator, aus welchem vergleichbare Studiengänge, auch an anderen Hochschulorten Erfahrungen und Ansätze zur inhaltlichen und didaktischen Neuorientierung gewinnen können.
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