
Lernendenzentriertes Physikpraktikum an der Hochschule Merseburg
Im Projekt PhysLab@HoMe wird das Physikpraktikum an der Hochschule Merseburg unter zwei Gesichtspunkten umgestaltet: Die inhaltlichen und kompetenzorientierten Lernziele des Praktikums sollen besser erreicht werden und dabei die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Studierenden größere Beachtung finden. Studierende werden sich weitestgehend eigenständig in Kleingruppen durch die Inhalte und Experimente des physikalischen Grundpraktikums durcharbeiten. Sie werden die Versuche mit Hilfe geeigneter Materialien vorbereiten, durchführen, auswerten und diskutieren. Die Rolle der Lehrenden wird sich von Erklärenden und Prüfenden zu einer Art Coaches ändern, welche individuell auf die Gruppen eingehen und den maximalen Lernerfolg sichern. Schwerpunkte und Aufgaben der Lehrenden variieren je nach Schwierigkeiten und bisherigen Lernerfolgen einer Gruppe. Studierende werden im Praktikum den für sie selbst bestmöglichen Lernerfolg erreichen, unabhängig von ihrem persönlichen Hintergrund und ihrem Vorwissen. Sie werden dabei experimentelle, wissenschaftliche und persönliche Kernkompetenzen entwickeln. Dazu gehören u.a. thematische Inhalte, die Diskussion von Ergebnissen und ihrer Zuverlässigkeit sowie die Reflexion des eigenen Experimentierens (positive Fehlerkultur). Das Projekt reiht sich ein in die Umgestaltung der Physiklehre an der Hochschule Merseburg von traditionellen Lehrformen zu studierendenzentrierter und aktivierender Lehre.
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E-Tutor*innen-Qualifizierungsprogramm 61
Studentischer Workload gilt als verbindliches Kriterium für die Akkreditierung und Planung von Studiengängen. Zumeist wird jedoch der geforderte Workload nicht erreicht oder ist stark diskontinuierlich verteilt. Die Strukturierung von Selbstlernzeiten kann dabei helfen, Workload besser zu verteilen und Lernen kontinuierlicher zu gestalten. Das Projekt setzt u. a. an strukturellen Bedingungen des Lehramtsstudiums an, z. B. an unzureichenden Mathematikkenntnissen in naturwissenschaftlichen Fächern (bspw. im Fach Chemie) sowie nicht ausreichenden Selbstlernkompetenzen der Studierenden und fokussiert die verbesserte Strukturierung von Selbstlernzeiten und -angeboten bezogen auf entsprechende Fachinhalte. Das Vorhaben entwickelt, erprobt und implementiert ein Lehrveranstaltungskonzept auf mehreren Maßnahmenebenen. Ziel ist es, durch Erarbeitung und Bereitstellung entsprechender Bausteine, Selbstlernzeiten bereits in Präsenzphasen zu strukturieren. Die Professionalisierung der Lehramtsstudierenden wird durch ein digital-unterstütztes studentisches Tandem-Konzept der Lernbegleitung (Peer-Tutoring) flankiert. Zudem wird die Erhöhung professioneller Lehrkompetenz von Hochschullehrenden durch die Begleitung bei der Implementation der neu entwickelten Veranstaltungskonzepte gefördert. Durch die Erstellung und Distribution eines Materialpools mit Handreichungen, Selbstlernmaterialien sowie einem evaluierten Lehrkonzept kann das Veranstaltungskonzept auf andere Themen transferiert werden.
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