
mappingNRW - Baustoff, Baukonstruktion, Baukultur
Angesichts der zunehmenden Ressourcenknappheit und der Tatsache, dass die Bauindustrie rund 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verursacht, ist ein grundlegender Wandel der Baubranche erforderlich. Das Projekt "mappingNRW" an der TU Dortmund zielt darauf ab, Architekturstudierende auf diesen Wandel vorzubereiten. Durch experimentelle Lehrformate soll ein vertieftes Verständnis für lokale Baukultur und nachhaltige Bauweisen etabliert werden. Studierende erkunden im Rahmen von geführten Stadtspaziergängen die gebaute Umwelt NRWs und setzen sich in unterschiedlichen Lehrformaten aktiv mit lokaler Baukultur, Naturbaustoffen und ressourcenschonenden Konstruktionsweisen auseinander. Dabei werden sie von externen Expert:innen begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in der digitalen Kartenstruktur "mappingNRW" aufbereitet und als Atlas veröffentlicht. Dieser dient als Grundlage für das forschende Entwerfen und wird in die Pflichtlehre integriert. Das Projekt folgt dem didaktischen Konzept des "Lernende durch Lehren" (LdL), bei dem Studierende aktiv in den Lernprozess eingebunden sind. Durch eine partizipative, digitale Kartierung entsteht eine kooperative Lernumgebung, die Peer-to-Peer Learning fördert. Ziel ist es Architekturstudierende für regionale Baukultur und Konstruktionsweisen zu sensibilisieren und die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung fest in der Lehre der TU Dortmund zu verankern, um langfristig einen wichtigen Beitrag zur Bauwende zu leisten.
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Demokratie zwischen wissenschaftlicher Theorie und experimenteller Praxis
Demokratie ist ein Leuchtturmbegriff. Er hat Strahlkraft und ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses als Gesellschaft, Individuum, Profession. Politikwissenschaft (PoWi) ist Demokratiewissenschaft. Demokratietheorien (D-Th) fungieren als Kompass: Was ist Demokratie? Wodurch wird sie gefährdet? Wie kann sie verbessert werden? Studierende entscheiden sich für PoWi, weil sie Reflexions- und Handlungskompetenzen stärken wollen. D-Th helfen, eigenes Denken, Fühlen, Handeln zu befragen, Dynamiken und Verhalten in sozialen Gruppen zu erkunden, Regeln und Prozesse in Organisationen zu verstehen und (in)formelle Strukturen in der Gesellschaft aufzuspüren mit dem Ziel, auf allen Ebenen Empowerment und Partizipation auszubauen. Die Kernfrage lautet: Wie können wir eine Demokratie leben, die es noch nicht gibt? Um sich ihr widmen zu können, braucht es Freiraum abseits des Curriculums, nur so können mit Studierenden Konzepte entwickelt, auszuprobiert und ins Regelangebot überführt werden. Studierende sollen den mitgebrachten, im Studium häufig reproduzierten und für Demokratie hinderlichen Dualismus von Theorie und Praxis aufheben. In diesem Projekt gilt es ein dreifachdemokratisches Seminar zu entwickeln. Demokratie ist darin (1) Thema/ Inhalt/ Gegenstand des gemeinsamen Lernens, (2) Umgangsform/ Struktur/ Arbeitsweise im Seminar und (3) Wirkung/ Effekt/ Strahlkraft außerhalb des Seminarkontextes.
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