
Philotastisch Sonderbaren Fragestellungen vielperspektivisch begegnen
Im Projekt Philotastisch wird ein inklusives Seminarkonzept im Studiengang Sonderpädagogik/Sachunterricht entwickelt und erprobt, das zum Ziel hat, mit Methoden der Biografiearbeit und der Persönlichkeitsbildung die Resilienz der Seminarteilnehmenden sowie individuelle und selbstständig organisierte Lernprozesse zu fördern. Um die in der Sonderpädagogik vielfach geforderte Begegnung mit und Wertschätzung von Diversität konkret umzusetzen und den Theorie-Praxis-Transfer zu verbessern, wird das Seminar partizipativ, also unter Einbezug von Menschen mit Behinderung, durchgeführt. Das Arbeiten in inklusiven Kleingruppen und der damit verbundene Austausch zu Fragen, die nicht (allein) auf der Basis von Wissen zu beantworten sind, sondern bei denen eigene Erfahrungen und Biografien wesentlich sind, wirft einen positiven Blick auf den Umgang mit Diversität. Im Fokus des Seminares stehen philosophische Fragestellungen, die in selbstgewählten Kleingruppen interessengeleitet und projektorientiert erarbeitet werden. Die philosophischen Fragen eröffnen einen ergebnisoffenen Arbeitsprozess unter Einbezug verschiedener Perspektiven. Ziel dabei ist es, dass die Teilnehmenden individuelle (Lern-)Wege gehen und damit die Kompetenzen des selbstständigen Lernens, des vernetzenden Denkens und des Problemlösens gefordert und gefördert werden. Das Lernen wird durch das Lehrtandem selbst und durch zwei studentische Hilfskräfte, die als Peer-Berater*innen eingesetzt werden, begleitet.
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Colaborative Cinematic Sound Lab
Der kreativ-künstlerische Umgang mit Klängen, Geräuschen und Sprache im Kontext von audiovisuellen Medien wie Kinofilm und Fernsehen wird im Modul "Klanggestaltung" im Studiengang "Tonmeister:in für audiovisuelle Medien" gelehrt.Die Lehrpläne sind momentan stark technisch und theoretisch geprägt und das Lehrkonzept besteht überwiegend aus frontaler Wissensvermittlung. Kreative Projektarbeit der Studierenden wird zu einem späteren Zeitpunkt allein in separaten Studioräumen ohne wechselseitigen Prozess mit den Lehrenden durchgeführt.Die Aufteilung ist überholt, da Software und Computer an die Stelle von großen, tontechnischen Anlagen getreten sind. Daher ist der Zeitpunkt günstig, das Lehrkonzept komplett neu aufzubauen und in eine partizipative, handlungsorientierte Lehre umzuwandeln.Als Inspiration dient hier die Zeichenklasse an Kunstakademien: Studierende zeichnen individuell und simultan, können von Lehrenden unterstützt werden, sich ihre Arbeit gegenseitig präsentieren und reflektieren.Dieses Vorbild kann auf die Klanggestaltung übertragen werden. Dazu gehören Beschallungsanlage und Projektion nach Kinostandard, sowie mehrere Workstations mit Computer und Kopfhörer. Ton und Bild jedes Arbeitsplatzes lassen sich auf Anlage und Projektion, also nach vorne schalten. Mithilfe des neuen, projektbasierten Lehrkonzepts können Studierende nun an kreativen oder technischen Kurzprojekten arbeiten und Projektergebnisse direkt in der Veranstaltung vorstellen und reflektieren.
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