
Beyond borders - Epochenübergreifende Perspektiven für das Geschichtsstudium
Das Projekt Beyond borders Epochenübergreifende Perspektiven für das Geschichtestudium zielt darauf ab, geschichtswissenschaftliche Lehre zeitgemäß zu gestalten: Es werde innovative und kreative Lehrformate und -veranstaltungstypen entwickelt und erprobt, die traditionelle, eurozentrische Epochenstrukturen überwinden, indem theoretische Zugriffe und Analysemethoden in den Vordergrund rücken. Während sich die Forschung historischen Phänomenen etwa in Verbundprojekten oder im Rahmen von Tagungen zunehmend epochenübergreifend einer longue durée widmet und durch diachrone Vergleichsperspektiven gesteigerte Erkenntnispotentiale nutzt, verharrt die universitäre geschichtswissenschaftliche Lehre an den deutschen Universitäten zumeist noch im Korsett traditioneller Epochenmodelle. Dies ist ursächlich dafür, dass die Lehre mehrheitlich klassische Themen spiegelt, die dem state of the art der Forschung und den Forderungen der Gegenwart an die Geschichtswissenschaft oftmals nicht entsprechen. Im Rahmen des Projektes werden gemeinsam mit Studierenden in Workshops und Lehrveranstaltungen geschichtswissenschaftliche (digitale) Lehrformate konzipiert, die vor allem Methoden- und Transferkompetenz stärken sollen. Übergeordnetes Ziel ist es, kritische Analysefähigkeiten zu schärfen, um moderne Wege für die geschichtswissenschaftliche Ausbildung jenseits von überkommenen Spezialthemen der klassischen europäischen Epochenzuschnitte zu vermitteln.
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Immersive Bauwelten
Physische und digitale Modelle sind ein essentieller Bestandteil in der Lehre der Architektur und des Bauingenieurwesens, werden jedoch zumeist allein durch die Lehrenden vorgeführt und erläutert. Digitale Modelle erlauben es, Bauwerke oder Teilsysteme als dreidimensionales, umfängliches Modell zu erleben und diese in die Lehre zu integrieren. Dies ermöglicht eine viel aktivere Auseinandersetzung mit den jeweiligen Lehrinhalten, welche gemeinsam besprochen und erlebt werden können im Sinne einer gemeinsamen digitalen Exkursion. Digitale Modelle haben zudem den Vorteil, dass das Bauwerk wieder in seine Bestandteile aufgliedert, die Konstruktion der bereits gebauten Umwelten sichtbar gemacht (Röntgenblick), Details isoliert dargestellt, Bauzustände eingebunden oder die ursprüngliche Entstehung nachvollzogen werden kann. Das Applizieren zusätzlicher Informationen auf bestehende Bauwerke lässt immersive Welten entstehen, die abstrakte Ingenieurmodelle, numerische Simulationen oder räumlich verhafteten Bauwerkskontext erscheinen lassen. Dabei wird im Projekt Immersive Bauwelten VR, AR als auch MR Technik verwendet, um den virtuellen Raum noch eindrücklicher mit der Realität zu verblenden. Eine freie Zugänglichkeit der Modelle und der aufbereiteten digitalen Lernräume erlauben unterschiedliche Lehrkonzepte, eine Nutzung auch an anderen Hochschulen und ein von Ort und Zeit unabhängiges asynchrones, selbstbestimmtes Lehren und Lernen.
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