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Diagnostic Challenge – ein kollaboratives Online-Spiel fürs Medizinstudium

Das übergeordnete Ziel dieses Projekts ist die Unterstützung von Medizinstudierenden im Erwerb von Kompetenzen hinsichtlich des klinischen Denkens. Hierzu werden verschiedene Ansätze vereint: Da der Einsatz von Spieldesign-Elementen sich im Medizinstudium als effektiv erwiesen hat, sollen Studierende auf spielerische Weise in einem „kollegialen Wettkampf“ dazu motiviert werden, in Notfallsituationen richtige Entscheidungen zu treffen. Im Interesse einer Skalierbarkeit wird das Spiel auf einer Online-Plattform abgebildet, die unter anderem Kommunikation in Kleingruppen ermöglicht. Aus didaktischer Sicht bilden Fragen das Kernstück der Intervention: Studierende müssen die verfügbaren Informationen nutzen, um offene Fragen zu den entscheidenden Stellen der klinischen Fälle (den sog. key features) zu beantworten. Die Plattform muss daher in der Lage sein, komplexere Fragenformate als die sonst im Medizinstudium üblichen MC-Fragen anzuzeigen und in Echtzeit auszuwerten. Somit wird das lernpsychologische Paradigma des test-enhanced learning zu einem wesentlichen Bestandteil des Projekts. Bei der Entwicklung der Spielmechanik sollen gezielt Spieldesign-Elemente zum Einsatz kommen, die sich für diesen Zweck als effektiv erwiesen haben und für deren Wirksamkeit eine psychologische Fundierung vorliegt. Im Rahmen des Projekts wird eine studentische Task Force gegründet, die im Interesse der Nachhaltigkeit schrittweise die Verantwortung für die Weiterentwicklung übernehmen soll.

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Projekt 100906
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Mainzer Modelle für digital erweitertes Lehren und Lernen. Feedback, Aktivierung, Selbststeuerung und Kollaboration durch hybride Lernsettings stärken.

Das hier vorgestellte Vorhaben hat das Ziel, die komplexen Interaktionsbeziehungen des Lehrens und Lernens durch die Verschmelzung von digitalen Elementen und Präsenzformaten modellhaft neu zu gestalten. Es knüpft an Auswertungen zahlreicher innovativer und strategischer Projekte der letzten Jahre ebenso an wie an Erfahrungen aus zwei Digitalsemestern. Die Kopplung von Präsenzformaten mit digitalen Lehr-Lern-Elementen wird genutzt, um signifikante Schwachstellen von etabliert-konventionellen Settings durch spezifische Stärken der Digitalität zu beheben. Wie damit vier fundamentale Faktoren für studierendenzentrierte Lehre – Feedback, Aktivierung, Selbststeuerung, Kollaboration – gleichzeitig und in je unterschiedlichen Intensitäten und Modi adressiert werden können, wird in drei Modellbereichen erprobt: (A) Projektlehre, (B) Feedback-Portfolios sowie (C) große Vorlesungen. Durch die Etablierung von ‚Communities of Practice‘ von Lehrenden und Studierenden, die sich aus Pilotbereichen heraus agil und kontinuierlich in andere Fächer erweitern, bietet das Projekt zugleich mit der Modellierung innovativer hybrider Studienformate Best-Practices fachsensiblen Transfers.

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