
Data Literacy am Beispiel Pflanzengenomik
Am Beispiel einer Pflanzengenomsequenzierung sollen Arbeitsschritte eines realen Projektes von den Studierenden geplant und praktisch durchgeführt werden. Das Projekt beginnt mit der Beachtung rechtlicher Vorgaben wie dem Nagoya-Protokoll bei der Probenauswahl. Anschließend werden die Studierenden ihre Arbeitsschritte im Labor planen, um hochmolekulare DNA zu extrahieren und eine Sequenzierung per Nanopore-Technologie (MinION) durchzuführen. Alle Arbeitsschritte werden in einem digitalen Laborbuch dokumentiert. Dabei sollen die Studierenden gegenseitig ihre Dokumentation überprüfen und Vorschläge für Verbesserungen machen (peer-review). Für die Analysen der erzeugten Datensätze soll eine Cloud-basierte Lösung verwendet werden, um aktuelle Entwicklungen in der Bioinformatik aufzuzeigen. Die Studierenden werden verlässliche Backuplösungen kennenlernen, um einen Verlust der Datensätze zu vermeiden. Für eine spätere Veröffentlichung ist eine genaue Beschreibung des Sequenzierprozesses notwendig. In diesem Kontext sollen die Studierenden das Konzept von FAIR (Findable Accessible Interoperable Reuseable) data verinnerlichen. Als Abschluss der Veranstaltung sollen die Studierenden ihre Ergebnisse vor einem internationalen Publikum im Rahmen einer selbstorganisierten Online-Konferenz präsentieren.
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Co-Innovation mit Studierenden
An der Dualen Hochschule BW Karlsruhe gibt es das Lernmodul smile (Studierende als Multiplikatoren für innovative und digitale Lehre), in dem Studierende ausgebildet werden, Lehrende bei Lehrinnovationen zu unterstützen und diese in Projekten auch tatsächlich kooperativ umsetzen. Es zeigt sich allerdings, dass bei der Durchführung der so erneuerten Lehrveranstaltungen weiterhin Unterstützungsbedarf für die Lehrenden, etwa bei der Anwendung digitaler Tools, notwendig ist. Studierende aus smile stehen dann aber nicht mehr zur Verfügung. Die Idee des zu beantragenden Projektes ist, die Studierenden der neu gestalteten Lehrveranstaltung selbst gezielt in die Lehrinnovation mit einzubeziehen. Das beginnt mit der expliziten Information über den Innovationsgehalt und baut weiter auf das formative und summative Feedback der Studierenden. Auch deren digitale Kompetenz kann bei der Nutzung entsprechender Tools zum Einsatz kommen. Nach der Lehrveranstaltung sollen in einem gemeinsamen Workshop die Lessons Learned erarbeitet und kreative Lösungen für die Weiterentwicklung der Lehrveranstaltungen gemeinsam mit den Studierenden gesucht werden. Das Konzept dieser Co-Innovation ist im Projekt auszuarbeiten, methodisch zu unterlegen und in Pilotprojekten zu erproben. Nach Evaluation und Überarbeitung kann es dann in beliebigen Lehrveranstaltungen verwendet werden, um Innovationen explizit aus studentischer Sicht zu begleiten und anzustoßen.
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