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Marburg Transversal Teaching

Lehramtsstudierende brauchen fachübergreifende Kompetenzen im Sinne von Future Skills um große gesellschaftliche Herausforderungen in Schulen zu bearbeiten. Für eine nachhaltige Lehrkräftebildung ist daher die Implementierung von sog. Querschnitts- bzw. Transversalthemen (Nachhaltigkeit, Digitalität, Diversität, Demokratiebildung u.a.) gesellschaftlich notwendig und zunehmend auch in den Lehrkräftebildungsgesetzen formal geregelt. Das Projekt Marburg Transversal Teaching (MarTT) greift diese Entwicklung auf und etabliert eine innovative Kultur der Kooperation zwischen Fächern. Dazu werden die grundlegenden Studienangebote in einem Transversal Teaching Lab (TTL) um Transversalthemen erweitert und deren fachliche Bearbeitung interdisziplinär integriert. Das TTL greift damit Impulse des an der Philipps-Universität für alle B.A.-Studiengänge bereits eingeführten, interdisziplinären Marburg Moduls auf. Die neuen Angebote des TTL überwinden konzeptionell die Verinselung von Fächern im Lehramtsstudium und befördern eine innovative, flexible und multiperspektivische Erweiterung des Studiums. Lehrende können im TTL neue Formen der Kollaboration erproben; und Studierende erwerben nachhaltige, interdisziplinäre Transversalkompetenzen, um später professionell gesellschaftliche Herausforderungen im Team handhaben zu können.

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Anatomie + Neuro vertikal verknüpft verstehen

Wir freuen uns, ein innovatives Projekt vorzustellen, das die Lücke zwischen theoretischem Wissen und praktischer Anwendung in der Medizinausbildung schließen soll. In der medizinischen Ausbildung besteht eine deutliche Trennung zwischen den vorklinischen und klinischen Studienabschnitten, insbesondere im Bereich der Neurologie, wo Studierende oft eine "Neurophobie" entwickeln - eine Scheu vor neurologischen Fächern aufgrund ihrer Komplexität. Unser Ziel ist es, durch die Einführung eines virtuellen Seziertisches, des "Anatomage Tables", diese Kluft zu überbrücken. Dieses hochmoderne Lehrmittel ermöglicht es, die menschliche Anatomie digital zu erkunden, ohne auf reale Präparate angewiesen zu sein, und bietet so eine einzigartige Möglichkeit, neuroanatomische und neurologische Konzepte zu verknüpfen.Das Projekt umfasst die Entwicklung und Pilotierung eines Kurscurriculums, das den Anatomage Table nutzt, um neurologische Lehrinhalte mit praktischen anatomischen Erfahrungen zu kombinieren. Ziel ist es, die Neurophobie unter Medizinstudierenden zu verringern und den Lernzuwachs zu fördern. Durch die Integration von Theorie und Praxis hoffen wir, nicht nur die Ausbildung zu verbessern, sondern auch das Interesse und die Kompetenzen in der Neurologie nachhaltig zu steigern.Mit strukturierten Evaluationen und der Entwicklung neuer Prüfungsformate wird dieses Vorhaben nicht nur die Qualität der medizinischen Ausbildung erhöhen, sondern auch neue Maßstäbe in der Lehrmethodik setzen.

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