
Arbeitsplatz-basierte Assessments - Hebammenstudium
Im (dualen) Hebammenstudium dient die Praxisbegleitung als Bindeglied zwischen Hochschule und Kliniken. Die Studierenden werden während der Praxiseinsätze vor Ort besucht und fachlich mit den Praxisanleitenden bewertet. Die Lernortkooperation wird gestärkt. Bislang werden Anleitungssituationen eher unstrukturiert ausgewählt. Dies erschwert u. a. das Aufzeigen von Kompetenzzuwächsen. Abhilfe können arbeitsplatz-basierte Assessments (AbA) schaffen, die rund 30 Minuten dauern. Sie bestehen aus direktem Beobachten, Dokumentation, Selbstreflexion und Feedback. Abschließend werden die nächsten Lernziele und Verbesserungsmaßnahmen gemeinsam geplant. Im Vordergrund steht ein formativer Bewertungsansatz. Die Besonderheit bei dem Projekt AbA-StudiumHeb ist, dass hier Praxisanleitung und -begleitung anwesend sind. Zudem geht es um vorab festgelegte alltägliche Situationen, die zuerst im Skills Lab geübt wurden. Sie werden dort und in der Praxis wieder aufgegriffen und auch partiell Bestandteil des Examens sein. Es geht um die AbA-Modelle "Direct Observation of Procedural Skills" mit dem Fokus auf manuelle (prozedurale) Fähigkeiten wie die Durchführung einer Blutentnahme und "Mini - Clinical Evaluation Exercise" mit dem Fokus auf tendenziell patienten-nahen Handlungen wie eine Anamneseerhebung. Nach der Pilotierung in zwei Partnerhäusern erfolgt die Integration in das Praxiscurriculum. Lehr- und Anleitungsvideos unterstützen die Prozesse.
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Meine Geschichte für dich
Mit dem Projekt Meine Geschichte für dich wollen wir jungen Patient*innen und ihren Familien eine Stimme geben und sie ihre Geschichte selbst erzählen lassen. Während im Medizinstudium die somatischen Aspekte einer Krankheit im Vordergrund stehen, sollen die Studierenden hier erleben, wie sich die Erkrankung von Kindern auf ihre Lebensrealität und die der Familie in den unterschiedlichsten Bereichen auswirkt. Dies soll die zukünftigen Ärztinnen und Ärzte befähigen, eine ganzheitliche Betreuung und Begleitung der Familien gewährleisten zu können. Im Rahmen des Projekts sollen Studierende ausgestattet mit Videokameras die Patienten und ihre Familien zu ihrer Erkrankung und ihrem Alltag befragen. Dabei kommen die Studierenden zum Teil erstmals in direkten Kontakt mit schwer erkrankten Kindern und ihren Familien. Aus diesen Videosequenzen sollen sie dann kurze Filme erstellen. Die Studierenden werden in E-learning Einheiten auf die Erfahrung vorbereitet und reflektieren hinterher ihre Eindrücke in der Gruppe. Hier sprechen die Studierenden noch einmal gemeinsam über das persönliche Erlebnis und die Implikationen im Hinblick auf Patientenautonomie und Gestaltung der Arzt-Patienten-Beziehung. Das Projekt wird durch eine Evaluation wissenschaftlich begleitet und publiziert und kann somit als Best-Practice-Beispiel als Vorbild für andere Fakultäten dienen.
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