
Digital Public Health SkillsLab
Ausgangslage: In den Masterstudiengängen Public Health und Epidemiologie und in der Ausbildung von Ärzt:innen an der LMU München werden methodische Grundlagen der Digitalisierung, KI und Data Science vermittelt. Für die Konzeption und Umsetzung innovativer digitaler Ideen und innovativer Projekte ("Digital Public Health") werden Skills benötigt, die bisher in der Lehre nicht vermittelt werden. Projektziele: Das Digital Public Health SkillsLab (DPH-SkillsLab) ist eine Lern-, Experimentier- und Trainingsumgebung für Studierende und Lehrende, in der Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu Digital Public Health erworben werden können: KI, Gesundheits-Apps, Usability/UX, Cybersecurity, Projektmanagement u.v.m. Das SkillsLab soll einen Freiraum schaffen, in dem neue Digital-Public-Health-Ideen entwickelt und realisiert werden können. Es soll auch Digital Public Health in der Public Health-, Epidemiologie- und Medizin-Lehre fest etablieren. Projektvorhaben: 1. Einrichtung eines SkillsLab: Auf- und Ausbau inkl. Bereitstellung der Technologie sowie von betreuten Tutorien, Workshops, Projektathons; 2. Durchführung von Digital Public Health-Experimenten und -Projekten: Unterstützung von Studierenden bei der Planung, Durchführung und Evaluation von digitalen bzw. KI-Experimenten; 3. Einbettung in das Curriculum: Dauerhafte Verankerung des DPH-SkillsLab im Curriculum der Masterstudiengänge Public Health und Epidemiologie.
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ansteckend verspielt
Noch um 1900 starb jedes dritte Kind vor dem 5. Lebensjahr an einer Infektion; aktuell undenkbar durch effektive Antibiotika. Jedoch werden viele Mikroorganismen zunehmend resistent, eine der "größten Gefahren für die globale Gesundheit" (WHO, 2019). Hauptgrund dafür ist die fehlerhafte Anwendung der Antibiotika. Eine effektiven Antibiose beruht auf Wissen aus Infektiologie, Mikrobiologie, Pharmakologie und Hygiene. Deren Lehre ist aber aktuell fragmentiert und ohne wesentlichen gegenseitigen Bezug, was zu unnötigen, falsch dosierten, oder sogar unwirksamen Antibiosen führt. Eine Reihe rationaler Therapieprinzipien ("Antibiotic Stewardship") verhindert diese Fehler, jedoch sind Ausbildung und Implementierung teuer und nicht skalierbar. Mit dem Projekt "ansteckend verspielt" entsteht nun die Möglichkeit, dieses Wissen viel mehr Menschen beizubringen. In einem Hybridansatz aus Onlinekurs und individuell durchführbaren Praktika erarbeiten sich die Teilnehmenden die Therapieprinzipien des Antibiotic Stewardship selbst. Zentraler Bestandteil ist eine eigens entwickelte Lernplattform, in der moderne Erkenntnisse der Wissensretention ("mnemonic media") verbunden werden mit Maßnahmen, die kontinuierliches Lernen über Monate motivieren ("gamification"). Nach Kursabschluss sind die Teilnehmenden in der Lage, selbstständig Infektionen erfolgreich zu behandeln. Nicht nur werden dadurch Patienten besser behandelt; der Entwicklung und Verbreitung von Resistenz wird entgegen gewirkt.
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