
Inklusive Präsenz - Mittendrin statt nur dabei
Inklusive Präsenz - Mittendrin statt nur dabeiWährend der Pandemie wurden viele hochschulische Lehrangebote von Präsenz auf digitale Formate umgestellt, wodurch sich Barrieren für beeinträchtigte Studierende im Hinblick auf Inklusion und Chancengleichheit maßgeblich reduzierten. Die Rückkehr zum tradierten Lehrbetrieb wird von vielen Betroffenen als ein erneuter Ausschluss wahrgenommen. Selbst bei synchron hybriden Lehrveranstaltungen wirken sich mangelnde technische Voraussetzungen, medienpädagogische Kompetenzen der Lehrenden und langwierige formale Prozesse nachteilig aus. Über stationäre Videokonferenzsysteme sind Studierende faktisch anwesend jedoch sozial exkludiert; sie werden weder von den Studierenden noch von den Lehrenden bewusst wahrgenommen.Mit dem Projekt wird durch die Nutzung eines Telepräsenzroboters im Studium inklusiven Präsenz realisiert. Durch die Mobilität des Roboters werden die Studierende ein hohes Maß an Autonomie erleben und können in Lehrveranstaltungen sowie am sozialen Leben der Universität aktiv teilnehmen. Sie sind durch den Roboter physisch präsent, werden bewusst wahrgenommen und können mit allen Beteiligten interagieren. Sie sind mittendrin statt nur dabei.Diese Effekte sowie die Bedeutung von sozialer Inklusion im Hinblick auf die Lernmotivation und Lernerfolg bei Studierenden mit Beeinträchtigungen werden in der geplanten Studie untersucht, Gelingensbedingungen eruiert und die Umsetzung im hochschulischen Kontext nachhaltig verankert.
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Deutsches Zentrum für digitale Aufgaben
Revolutionär. So werden häufig die durch Digitalisierung getriebenen Entwicklungen bezeichnet, die sich in allen Bereichen der akademischen Bildung niederschlagen. In allen Bereichen? Nein! Im Bereich der digitalen Aufgaben klafft eine riesige Lücke zwischen vorhandenem und genutztem Potenzial im Hinblick auf den Einsatz und die Verbreitung der besten verfügbaren Technologie. Dies bindet personelle Ressourcen, bremst eine stärkere Individualisierung des Lernens, auch und gerade unter Berücksichtigung von Diversität und Bildungsgerechtigkeit, und wirkt sich erschwerend auf den Lernerfolg aus. Die Lücke führt dazu, dass Möglichkeiten zur Senkung der Studienabbruchquoten in erheblichem Maße ungenutzt bleiben. Ziel des Projekts ist es daher, ein Deutsches Zentrum für digitale Aufgaben in der Hochschullehre (DZdA) zu etablieren. Dieses soll erstmals allen Hochschulen den Zugang zu qualitätsgeprüften, mehrsprachigen digitalen Aufgaben der besten verfügbaren Technologie ermöglichen und damit die Entwicklung und den Einsatz digitaler Aufgaben in den WiMINT-Fächern bei allen Lehrenden fördern, beides über die Projektlaufzeit hinaus verstetigen und so seine Wirkung auf die Lehrarchitektur aller Hochschulen nachhaltig entfalten. Die Strahlkraft dieses Innovations- und Erneuerungsprozesses entwickelt sich dabei bottom-up aus der Community über die Verbundhochschulen und die landes- und bundesweit agierenden Partner des Projektvorhabens mit bereits über 170 AkteurInnen in Deutschland.
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