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Filmuniversität BabelsbergGanzheitliche Curriculumsentwicklung an KHS
Das Projektes CUNQuer befasst sich mit der ganzheitlichen - d.h. kooperativen, partizipativen und explizit organisational eingebundenen - Curriculumsentwicklung an Kunsthochschulen (KHS) für eine querschnittlich angelegte postgraduale Phase. Konkret zielt es darauf ab, theoretisch und empirisch fundiert einen geeigneten Strukturveränderungsprozess zu modellieren, querschnittliche Curricula und deren Umsetzungsmöglichkeiten zu entwickeln, zu evaluieren und zu implementieren. Im Ergebnis soll relevanten Akteuren an KHS Handlungsorientierung und Transformationswissen angeboten werden. Durch ihren hybriden Charakter als Filmschule, Kunsthochschule und Universität ist die Filmuniversität Babelsberg (FUB) besonders gut für dieses Vorhaben geeignet, da sich zwischen den Lehreinheiten transdisziplinäre Schnittstellen und potenzielle Synergien ergeben. Gleichzeitig existieren zahlreiche Spannungsfelder (z.B. zwischen der Rolle als Künstler:in oder Wissenschaftler:in und Hochschullehrer:in), die im Prozess berücksichtigt und fruchtbar gemacht werden sollen. Da die Bologna-Konformität der Studiengänge und Abschlüsse sowie das Angebot eines differenzierten Dritten Zyklus zu den Alleinstellungsmerkmalen der FUB gehören, ist es schlüssig, hier strategisch zu intervenieren. CUNQuer soll den zentralen Punkt der curricularen Lehre systematisch in die bestehenden strategischen und operativen Bemühungen der FUB integrieren.
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Filmuniversität BabelsbergColaborative Cinematic Sound Lab
Der kreativ-künstlerische Umgang mit Klängen, Geräuschen und Sprache im Kontext von audiovisuellen Medien wie Kinofilm und Fernsehen wird im Modul "Klanggestaltung" im Studiengang "Tonmeister:in für audiovisuelle Medien" gelehrt.Die Lehrpläne sind momentan stark technisch und theoretisch geprägt und das Lehrkonzept besteht überwiegend aus frontaler Wissensvermittlung. Kreative Projektarbeit der Studierenden wird zu einem späteren Zeitpunkt allein in separaten Studioräumen ohne wechselseitigen Prozess mit den Lehrenden durchgeführt.Die Aufteilung ist überholt, da Software und Computer an die Stelle von großen, tontechnischen Anlagen getreten sind. Daher ist der Zeitpunkt günstig, das Lehrkonzept komplett neu aufzubauen und in eine partizipative, handlungsorientierte Lehre umzuwandeln.Als Inspiration dient hier die Zeichenklasse an Kunstakademien: Studierende zeichnen individuell und simultan, können von Lehrenden unterstützt werden, sich ihre Arbeit gegenseitig präsentieren und reflektieren.Dieses Vorbild kann auf die Klanggestaltung übertragen werden. Dazu gehören Beschallungsanlage und Projektion nach Kinostandard, sowie mehrere Workstations mit Computer und Kopfhörer. Ton und Bild jedes Arbeitsplatzes lassen sich auf Anlage und Projektion, also nach vorne schalten. Mithilfe des neuen, projektbasierten Lehrkonzepts können Studierende nun an kreativen oder technischen Kurzprojekten arbeiten und Projektergebnisse direkt in der Veranstaltung vorstellen und reflektieren.
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Learning Analytics meets Peer-Coaching
Learning Analytics verwendet Datenspuren von Studierenden im Lernmanagementsystem zur Analyse der Lernmaterialnutzung und des individuellen Lernverhaltens. Es bietet dadurch das Potential, über KI-generiertes Feedback Durchfallquoten zu senken und den Studienerfolg zu erhöhen. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn sowohl das Feedback von den Studierenden angenommen wird als auch damit verbundene Handlungsempfehlungen umgesetzt werden. Da gerade bei Studienanfänger:innen das selbstregulierte Lernen häufig nicht ausgeprägt genug ist, braucht es für eine zielführende Veränderung ihres Lernverhaltens menschliche Unterstützung. Hier setzt das Peer Coaching an: Studierende werden zu Lernbegleitern qualifiziert, die (i) im Beziehungsaufbau geschult werden, (ii) eine Vielfalt an Coaching- und Lernmethoden an die Hand bekommen und (iii) dies zusammen mit dem KI-Feedback nutzen, um den Lernprozess individuell zu unterstützen. Das Coaching liefert Zusatzinformationen über fachliche und methodische Schwierigkeiten, die wiederum genutzt werden, um differenziertes Lernmaterial anzubieten bzw. weiterzuentwickeln. Dadurch wird der fachlichen Heterogenität in MINT-Fächern begegnet und individuelle Lernpfade ermöglicht. Im Projekt FANTASTIC verweben wir KI-generiertes Feedback mit der Pädagogik des Lernens und Lehrens und der Fachdidaktik als drei essentielle Unterstützungsebenen, um das Lernverhalten und damit den Studienerfolg unserer Studierenden auf zukunftsweisende Art zu verbessern.
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