
E-Tutor*innen-Qualifizierungsprogramm 88
Unser gesellschaftlicher Alltag ist von Kommunikation und Verhandlung in virtuellen Räumen durchdrungen. Es ist von elementarer Wichtigkeit, dass Kunst- und vor allem Theaterhochschulen ihre künstlerische aber auch technische Auseinandersetzung mit diesem wachsenden Bereich eigenmächtig gestalten und bespielen können. Besonders Theater- und Kultureinrichtungen obliegt die Aufgabe, auch in digitalen Räumen Konfliktsituationen aufzeigen und verhandelbar machen zu können. Hierzu ist der Einsatz und der sichere Umgang mit eben diesen Technologien von entscheidender Bedeutung. Um diese Herausforderung anzugehen soll an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch (HfS) das Labor für Digitalität geschaffen werden, das den Umgang mit digitalen Räumen und Interaktionsformaten in der Lehre und Theaterarbeit etabliert. Das Labor soll eine nachhaltige Denkweise für hybride und virtuelle Formate auf experimentelle Weise zulassen, dokumentieren und zugänglich machen, um eine Transferleistung hin zu neuen Formaten zu ermöglichen. In Teilen bestehen in den Studiengängen der HfS bereits Erfahrungswerte bezüglich digital vernetzten Bühnenvorgängen und delokalisiertem, virtuellem Handeln. Diese Erfahrungswerte sollen explorativ erweitert werden
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Künstlerische Biografien transkulturell
Die Theaterpädagogik der hmt Rostock ist international erfolgreich vernetzt. Mit dem Lehrprojekt werden sich Theater-Studierende exemplarisch mit künstlerisch-pädagogischen Werdegängen von Professorinnen aus Uganda, Deutschland, Brasilien befassen. So sollen gesellschaftliche und biografische Faktoren für die berufliche Entwicklung von Frauen im Kultur- und Bildungssektor international vergleichend betrachtet werden. Es entsteht ein transdifferenter, intergenerativer, interdisziplinärer Lehransatz, ausgehend von feministischer Perspektive, der modellhaft entfaltet wird. Das Projekt entwickelt sich vierteilig: 1.) Studierende der drei Länder diskutieren vergleichend in Online-Seminaren Berufsbilder und Berufsmöglichkeiten im künstlerisch-pädagogischen Bereich. 2.) Die drei Professorinnen stellen gemeinsam Arbeitsweisen aus Theater, Film und Bildender Kunst in einem interdisziplinären Workshop vor. 3.) Über Interviews, unter Einbezug sozialwissenschaftlicher Studien zu Berufswegen von Frauen, setzen sich die Studierenden ins Verhältnis zu dem biografischen sowie historischen (postkolonialen) Material der weiblichen Lehrenden, um eigene Ziele und Entwicklungen zu reflektieren. 4.) Aus dem generierten Material und stetiger filmischer Begleitung wird im Team der Studierenden die Konzeption für einen filmischen Essay geschaffen. Unter professioneller Anleitung eines Filmteams steht am Projektende ein mehrsprachiger Dokumentarfilm, der als Lehrmaterial angewendet werden soll.
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