
Key-Feature-basierte Nachhaltigkeitsprüfungen in der Hochschulbildung
Die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit (VAN) stellt Studierenden deutschlandweit kostenlose (digitale) Selbstlernveranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit zur Verfügung. Dieses Angebot nutzen jedes Semester ca. 1000 Studierende und absolvieren eine eKlausur, deren ECTS-Punkte an den Heimathochschulen angerechnet werden. Um eine effiziente Abwicklung dieser hohen Anzahl an Prüfungen gewährleisten zu können, bestehen die eKlausuren ausschließlich aus "geschlossenen Fragetypen". Diese Einseitigkeit zeigt den Mangel an Innovationen, den es bei elektronischen Prüfungsfragetypen gibt. Daher soll im Rahmen des Projekts KeNobi ein neues Prüfungsformat entwickelt werden, das auf dem Key-Feature-Ansatz beruht. Studierende und Lehrkräfte arbeiten hierbei gemeinsam an der Erstellung von Entscheidungsszenarien im Kontext der Nachhaltigkeit, die anschließend für eine eKlausur-Prüfung der VAN genutzt werden. Die Verwendung von Key-Feature-Fragen ermöglichen verschiedene Entscheidungswege innerhalb einer Prüfung zu durchlaufen und dabei nicht nur Fakten-, sondern auch Handlungswissen zur Lösung von praxisnahen Fällen anzuwenden. Der KeNobi-Ansatz verknüpft damit Nachhaltigkeitswissen mit Entscheidungssituationen aus dem beruflichen Kontext und bindet dabei die Studierenden aktiv mit ein. Das KeNobi-Projekt ergänzt somit die nachhaltigkeitsbezogene Kompetenzförderung an Hochschulen und trägt dazu bei, die Studierenden praxisnah auf Herausforderungen in ihren beruflichen Rollen vorzubereiten.
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Nachhaltige Finanzbildung
Das Projekt dient dazu, Studierenden eine umfassendere finanzielle Bildung zu vermitteln. Hintergrund ist, dass auch in Deutschland die Ergebnisse zu Tests zu Finanzkonzepten (Inflation, Zinseszins, ) nicht gut ausfallen. Finanzbildung ist allerdings eine Schlüsselqualifikation.Die innovative Erweiterung besteht darin, dass auch Nachhaltigkeitsaspekte adressiert werden. Beispiel sind Naturgefahren wie Starkregen-Ereignisse. Diese führen zu erheblichen Schäden (z. B. an Gebäuden). Aufgrund des Klimawandels werden sie häufiger. Prävention und/oder Versicherung wären Gegenmaßnahmen.Mit Studierenden wird dazu ein Planspiel entwickelt, das auch solche Szenarien beinhalten und über mehrere Runden Risiken modelliert - ähnlich Unternehmensplanspielen. Während bei diesen als Vergleichsgröße häufig Gewinn oder Vermögen betrachtet werden, soll hier ein Score herangezogen werden, der das finanzielle Wohlbefinden (financial well-being) beschreibt. Mit den Studierenden wird das Planspiel durchgeführt und weiterentwickelt werden sowie um studentische Tutorien ergänzt werden. Unter Leitung von studentischen Tutor:innen sollen kleine Gruppen von Studierenden (ca. 8-12) anhand von Themen aus dem Planspiel vertiefen. Die Tutor:inenn werden entsprechend geschult und sollen speziell den Austausch untereinander anregen. Das Tool wird zunächst auf Excel-Basis erstellt und getestet. Danach wird eine mobile App entwickelt, mit der dann überall gespielt werden kann.
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