
Mehr Open Educational Resources und Practices in Vechta
Open Educational Resources (OER) und Open Educational Practices (OEP) bieten das Potenzial, die universitäre Lehre substanziell zu verbessern. Allerdings erfordern sowohl die Erstellung von OER als auch offene Bildungspraktiken im Hochschulalltag spezifische Fähigkeiten und Zeitressourcen. Das Projekt MOin Vechta der Fakultät II an der Universität Vechta setzt hier an und widmet sich der iterativen Entwicklung und Einbindung qualitativ hochwertiger und barrierearmer OER in die Hochschullehre für und mit Studierenden. In OER-Teams arbeiten Lehrende und Studierende gemeinsam an der Erstellung, Erprobung und Reflexion von OER. Diese Teams erhalten durch Workshops und individuelle Beratungsangebote von Lernbegleiter:innen des Medienkompetenzzentrums Unterstützung in didaktischer, technischer und mediengestalterischer Hinsicht. Um die Beteiligung zu erleichtern, werden Freiräume durch verschiedene Entlastungsangebote geschaffen. Durch "MOin Vechta" entstehen nicht nur qualitativ hochwertige OER, sondern es werden auch wertvolle Erfahrungen zur Entwicklung von Open Educational Practices gewonnen. Die Projekterfahrungen werden auch über Vechta hinaus Antworten auf die zentrale Frage bieten, wie die Entwicklung von OER und OEP innerhalb des Studiums und des hochschuldidaktischen Alltags systematisch gefördert werden kann.
Auf Einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Re:Law - Lehre
Recht ist mit Kultur oder Wirtschaft entscheidende gesellschaftliche Kraft. Es basiert auf Normen und realisiert sich über Praxis. Im Rechtsalltag von Verhandlung, Rechtsprechung, Gesetzgebung oder Mobilisierung unterliegt das Recht ständigem Wandel. Juristische Berufe erfordern Verantwortung und damit Wissen um Potentiale und Grenzen rechtlicher Handlungsspielräume, kurz interdisziplinäre Kompetenz. Derzeit dominiert im Jurastudium die Orientierung am Pflichtfachexamen. Mit professioneller Praxis, der Arbeit am realen Fall sind Studierende oft erst danach konfrontiert. Umgekehrt scheint juristische Eigenlogik in der interdisziplinären Ausbildung oft als Barriere auf, die Studierende vor vertiefter Arbeit mit Recht zurückschrecken lässt. Re:Law/lehre möchte traditionelle Lehrpläne um ein interdisziplinäres und praxisrelevantes Konzept erweitern. Zu diesem Zweck orientiert sich das Projekt an einer internationalen Bewegung zwischen Wissenschaft und Praxis: Den Feminist Judgments. Seit knapp 20 Jahren finden sich unter diesem Titel Richter*innen, Akademiker*innen oder Aktivist*innen zusammen, um Gerichtsentscheidungen aus intersektional-feministischer Perspektive neu/anders zu schreiben. Als Methode kritischer Rekonstruktion etabliert sich dieses "ReWriting" aktuell im deutschsprachigen Raum - nicht zuletzt über Forschungsprojekte rund um die HU Berlin. Mit Re:Law/lehre geht es nun darum, diese Dynamik aufzugreifen und für die Hochschullehre produktiv zu machen.
Projekt anzeigen
