
Kompetenzen erfolgreichen Studierens
Zunehmend heterogene Voraussetzungen und Kompetenzdefizite quer durch die Fächer (u.a. Grundlagen wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens, methodische und fachbezogene Kenntnisse) können den Einstieg in das Studium erschweren und längerfristig zu dessen Abbruch führen. Solche Defizite können in regulären Veranstaltungen nicht vollständig aufgefangen werden, somit droht eine Fortsetzung der nach wie vor gegebenen Selektivität des Bildungssystems. Im vorliegenden Modellprojekt an der Universität Vechta, angesiedelt an der Arbeitsstelle LEHREN DIGITAL am Arbeitsbereich der Pädagogischen Psychologie, werden auf empirischer Basis virtuelle Bildungsbausteine konzipiert und evaluiert, die darauf zielen, vorhandene Lücken der Studierenden zu schließen. Der Arbeitsbereich hat einen in diversen Projekten erprobten, spezifisch differentiell-psychologischen Ansatz entwickelt, bei dem in diesem Vorhaben bestehende fach(un)spezifische Defizite im Rahmen einer Lehrenden- und Studierendenbefragung ermittelt und prototypisch gebündelt werden. Auf dieser Grundlage erfolgt die Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines Sets an Bildungsbausteinen, welches der Heterogenität der Studierenden in möglichst hohem Maße gerecht wird. Konzipiert wird ebenso ein Self-Assessment, das als Wegweiser zu den je passenden Bausteinen fungiert. Diese können individuell zusammengesetzt und im Vorfeld des Studiums (etwa als Überbrückung von Wartezeiten) wie studienbegleitend genutzt werden.
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Dein Weg: Lernhindernisse überwinden
Im Bereich der Technikwissenschaften gibt es verschiedene Lernhindernisse für Studierende, die dem Studienerfolg entgegenstehen. Dieser Antrag zielt darauf ab, eine neue Lehrarchitektur zu schaffen, die diese Hindernisse konsequent identifiziert und abbaut: (1) Das Studium gilt vor allem wegen der Grundlagen als schwierig. Oft hadern Studierende genau wegen dieser Veranstaltungen mit ihrem Studium oder brechen es sogar ab. Daher werden die Inhalte der Grundlagenfächer konsequent mit denen der Kernfächer verwoben, so dass Studierende das Grundlagenwissen unmittelbar in den fachlichen Anwendungskontext bringen können. (2) Diese Abkehr von der disziplinorientierten Tradition wird flankiert von einer durchgehenden Verankerung von Projektmodulen über den gesamten Studienverlauf, damit die Studierenden von Beginn an disziplinübergreifend arbeiten und relevante Zukunftskompetenzen erwerben. (3) Hierzu ist es notwendig, die zeitliche Struktur von Lehrveranstaltungen besser an den Lernbedarfen der Studierenden auszurichten und Alternativen zu den historisch gewachsenen Strukturen mit hoher Fragmentierung und wöchentlichen Stundenplänen umzusetzen. (4) Im Bereich der Leistungsüberprüfung werden integrierende Formate und Aufgabenstellungen neu konzipiert, in denen Studierende vom ersten Semester an Wissenstransfer erleben und erproben. Bei allen Handlungssträngen wirken Studierende gestaltend mit, um deren Erfahrungen unmittelbar auf die neuen Curricula zurückzukoppeln.
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