
Meine Geschichte für alle
In dem Projekt Meine Geschichte für alle" soll das innerhalb der letzten beiden Jahre etablierte Format Meine Geschichte für Dich (MeiGeDi) als innovatives Projekt über die Fakultätsgrenzen hinweg an medizinischen Fakultäten deutschlandweit ausgerollt werden.MeiGeDi bringt Medizinstudierende und Patienten mit chronischer Erkrankung und deren Familien zusammen. Die Studierenden interviewen diese und erstellen daraus einen Film. Ziel ist es, das Leben hinter der Erkrankung zu vermitteln. Durch das Interview und den Kontakt zu den Studierenden erhalten Patienten und Familien im Sinne des Patienten-Empowerments eine aktive Rolle in der Gestaltung der Arzt-Patienten-Beziehung und werden so Teil des Ausbildungsteams, wenn es darum geht, eine neue Generation ganzheitlich denkender Ärzte auszubilden. Die produzierten Filme werden in einer großen Filmpremiere gezeigt.In dem darauf aufbauenden Projekt Meine Geschichte für alle soll in einem Diffusion of Innovation-Prozess das Programm Medizinstudierenden deutschlandweit zugänglich gemacht werden. Dabei sollen als neues Konzept studentische Tutoren in einem Train-the-Trainer-Format geschult werden und als Multiplikatoren dieser Lehridee dienen. In einem buttom-up Prozess soll so eine studierenden-geführte Implementierung an weiteren Universitäten erfolgen. Dadurch kann die Innovation aus diesem Projekt nachhaltig implementiert werden und gleichzeitig ein innovativer Prozess zur Verbreitung von neuen Lehrideen erprobt werden.
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Selbstregulation und Lernstrategien2
Das Projekt hilft, zwei Lücken zu schließen. (1) Studierende starten in vielen Fällen mit unzureichenden Kenntnissen und Fertigkeiten hinsichtlich Selbstregulation und Lernstrategien2 ins Studium und setzen Ihnen bekannte Techniken nicht hinreichend um. (2) Psychologie-Studierende erwerben zwar derzeit Wissen zu Motivations- und Lernpsychologie und diskutieren Anwendungsperspektiven. Die Auswertung von Evaluationen, Übungs- und Klausuraufgaben zeigt aber, dass die bisherige Lehre in Lern- und Motivationspsychologie nur unzureichend die stringente Planung und Umsetzung entsprechender psychologischer Interventionen vermittelt. Untersuchungen legen nahe, dass die Förderung geeigneter Strategien durch einen Ansatz erreicht werden kann, der die folgenden Elemente kombiniert: (1) Bereitstellung von Wissen über wirksame Strategien, (2) Stärkung des Glaubens, dass sich die Anstrengung lohnt, (3) Verpflichtung, die Strategien vor Mitstudierenden, (4) Formulierung spezifischer Wenn-Dann-Absichten in der Planungsphase und (5) Bewertung des Erfolgs, um die nächsten Schritte zu planen (z. B. Latham & Brown, 2006; Müller et al., 2016). In Zusammenarbeit mit den Studierenden wird ein digitales Programm zur Selbstregulation und Lernstrategien2 entwickelt, dass Studierende der Übung Motivations- und Lernpsychologie den Erstsemester-Studierenden anbieten.
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